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Provence & Côte d'Azur

 

Die Provence was ist das? Häufig wird bereits in Reiseführern kräftig vermischt: Provence mit Côte d'Azur; Teile des Languedoc (Nîmes, Point du Gard) werden dazu genommen; die Haute-Provence wird zumindest partiell weggelassen etc. Das ist allerdings nicht weiter verwunderlich. So hat zwar die "provincia narbonensis" der Römer der Provence zu ihren Namen verholfen, sie umfasste jedoch fast den gesamten gallischen Mittelmeerraum, wie Asterixkenner wissen. Auch in den folgenden Jahrhunderten waren die Grenzen nicht fix und erst heute kann man sagen, daß es im Prinzip vier Departements sind, die die Provence verwaltungstechnisch ausmachen: Das Vaucluse ( 84) mit  Avignon, die Bouches du Rhône mit Marseille, der Var (83) mit Draguinan, sowie die Alpes-de Haute-Provence (04) mit Digne. Nimmt man hierzu noch das Departement Alpes-Maritimes (6) mit Nizza* und die Hautes-Alpes (05) , dann bilden diese 6 Departements die Region PACA.

 

Ähnlich verhält es sich mit dem Begriff der "Côte d'Azur". Während die einen ihr den Küstenstreifen von Cassis bis Menton an der italienischen Grenze zuweisen, ist für andere nur die Küste der Departements Var und Alpes-Maritimes oder gar nur der Streifen von Saint-Tropez bis Menton dazu gehörig. Ähnlich wie bei der Provence hat dies auch damit zu tun, daß die Grafschaft Nizza sehr viel später als die restliche Provence zu Frankreich kamen und lange Jahre zum Königreich Savoyen bzw. Sardinien-Piemont gehörte (erst 1860 kam sie endgültig zu Frankreich). Seit diesem Zeitpunkt sicherte Frankreich auch als alleinige  Schutzmacht die Unabhängigkeit Monacos. Seit 1489 war es durch entsprechende Veträge mit Savoyen und Frankreich unabhängig geworden.

 

Statt permanent mit "... in den Grenzen von..." Präzision zu erzeugen, werden auch wir die Begriffe nicht ganz historisch korrekt verwenden, sondern durchaus den einen oder anderen Ausflug unter der Überschrift "Provence" oder " "Côte d'Azurf" in naheliegende Nachbarbereiche vornehmen.

 

Um die Verwirrung komplett zu machen, noch ein Wort zu den "Provenceweinen": Während die Weine der südlichen Rhône (soweit sie linksrhonisch sind) geographisch eigentlich Provenceweine sein könnten, werden sie jedoch unter den Appellationen Côtes du Rhône (-Villages) und einigen Lagenbezeichnungen (Châteauneuf-du-Pape, Gigondas, Vacqueyras etc.) geführt. Provence im Namen führen "nur" die Weine Côteau d'Aix en Provence und Les Baux-de-Provence im Westen von Aix en Provence, sowie die "Côtes de Provence" östlich von Aix - der größte Bereich. Die Côtes de Provence sind jedoch kein einheitliches Gebiet, sondern werden durch die relativ große Appellation Côteau Varois in einen östlichen und einen westlichen Teil getrennt. Eingeschlossen sind eine Reihe kleinerer aber sehr guter Appellationen wie Cassis, Bandol oder Palette (siehe Karte).

 

Sie finden im Folgenden einige Vorschläge für mögliche Reiseziele in die Provence. Sie können und wollen keinen Reiseführer ersetzen, sondern enthalten Anregungen Tipps und die eine oder andere Adresse, die uns wichtig erscheint. Viel Spass beim Lesen und vielleicht auch bei einer Reise.

 

Orchideen im Luberon


Flora und Fauna im Luberon sind von besonderer Vielfalt, nicht zuletzt, weil Teile des Luberon bereits seit 100 Jahren unter Naturschutz stehen.

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Transhumance RiezAlpes de Haute-Provence

 

Schafe und Lavendel prägen diese Landschaft

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Berlingots de CarpentrasBerlingots de Carpentras

 

Papst Clemens V ((1305-1314) verdanken wir bereits den Châteaneuf-du-Pape, aber das ist nicht die einzige kulinarische päpstliche Hinterlassenschaft.

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Büste auf dem Brunnen in VacqueyrasRaimbaut de Vacqueyras

 

Seine schön-schaurige Geschichte wird unterschiedlich erzählt. (Wir verlassen uns fast ganz auf Jean Paul Clébert in seinem "Guide de la Provence Mystérieuse"). Raimbaut de Vacqueyras gehört unbestritten zu den großen Troubadour-Dichtern des Mittelalters und hatte Einfluß auf die Arbeit von Petrarca und Dante. Spannend ist jedoch nicht nur seine dichterische Arbeit, sondern sein militärisches und amouröses Geschick. Insofern war er einer der ersten wirklichen Toubadoure  - oder Minnesänger wie sie in Deutschland hießen -, die

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Marseille und die Bouches-du-Rhône

 

Gründung  der Griechen und lange Kolonie, Stützpunkt der Phönizier und dann wichtiger Hafen der Römer. Heute ist Marseille eine Stadt mit 2 Seiten. Weltkulturhauptstadt 2013 mit einem völlig sanierten, schicken

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Mt. Ventoux zur Kirschblüte

Der Mistral ist brutal und kalt

 

Der Mont Ventoux ist der beherrschende Berg im Vaucluse. Mit seinen knapp 2000 m ist er von fast überall zu sehen. Und der Mistral, der mit manchmal mehr als 100 Stundenkilometern kalt und stark von Norden nach Süden bläst, hat es natürlich auch auf diesen "windigen" Berg abgesehen.

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Von Feba aus der deutschsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5555087

Apt

 

Die heutige Altstadt aus dem Mittelalter liegt an der Stelle, an der am Ende des 1. Jahrh. AC die Römer zur Sicherung der Via Domitia Apta Julia gründeten. Zu dieser Zeit hatte der Calavon im Süden einen zweiten Flusslauf. Die (Alt-)Stadt lag quasi auf einer Insel und war durch die beiden Flussarme gut geschützt. Unter Kaiser Augustus wurde die Stadt ausgebaut mit Forum, Tempeln und einem Theater, was ihre Bedeutung zeigt.

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Bonnieux

 

Von Apt aus gesehen das zweite Bergdorf des Luberon an seiner Nordflanke, wobei sich die Bewohner sicher das "Dorf" verbeten würden. Spektakulär an einen Luberon-Abhang geschmiegt, sieht es von unten sehr malerisch aus und vom Dorf gibt es sehr schöne Ausblicke ins Tal, nach Lacoste und zum Mont Ventoux.

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Buoux - Von der Steinzeit bis heute

 

In der Steinzeit (Mousterien ca. 200.000 - 40.000 A.C.) tauchen die ersten Spuren von Menschen im Luberon auf. Sie lebten in den Höhlen rund um das von steilen Felswänden umgebene Plateau, das heute "Fort von Buoux" genannt wird.

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