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©  DalGobboM via wikipedia GNU Free Documentation LicenseSüdliche Rhône
 
Kurz nach Montélimar beginnt der südliche Teil des Rhôneweingebiets, wenn man von Norden kommt. Bis südlich von Avignon begleiten uns die Rebflächen im breiten Rhônetal und an den Hängen der Ardéche und der Cevennen im Westen sowie der Ausläufer des Vercours und des Ventoux-Massivs im Osten. Die Böden reichen von kalkhaltigen Böden, Sand und Lehm bis hin zu den "Galets" - den gewaltigen Massen von Kieselsteinen, die die Rhône vor Urzeiten hier abgelagert hat. Sie sind dabei nicht nur an der Oberfläche zu finden, sondern erreichen in Châteauneuf-du-Pape durchaus eine Tiefe von 1 Meter. Sie begünstigen ein tiefes Wurzeln, verhindern ein zu schnelles Austrocken des Bodens durch die Hitze und den zeitweilig extremen Mistral und sie speichern tagsüber die Wärme und geben sie nachts an die Rebstöcke wieder ab. Deshalb hat sich mit dem (buschförmigen) Gobeletschnitt bereits in der Antike eine Reberziehung eingebürgert, bei der die Trauben sehr nah am Boden hängen.
 
Im Gegensatz zu der Tradition an der Nordrhône sind im Süden eine ganze Reihe von roten Rebsorten zugelassen (um genaus zu sein - 15): Hauptrebsorten sind die Grenache noir, die Syrah, die Mourvèdre, Carignan und Cinsault Und eine klassische Cuvée besteht oft aus den erstgenannten 3 Rebsorten: Die Granache für Weichheit, Frucht und Elaganz, die Syrah für die Würze und die Mourvèdre für die  (Tannin-)Struktur des Weins. Zu den zugelassenen Weißweinsorten gehören  u.a. Roussanne, Marsanne, Clairette ....(insgesamt 12). Eine Besonderheit gilt in Châteauneuf-du-Pape wo insgesamt 13 Rebsorten zugelassen sind, davon 5 weiße. Allerdings gibt es nur noch vereinzelt Weingüter, die alle Rebsorten auch verwenden.
 
Die Südliche Rhône ist eingeteilt in 8 "Grund-"Appllationen:(z.B. Lubern, Ventoux; Costières de Nîmes etc.) Die flächen- und mengenmäßig größte dieser Appellationen sind die Côtes du Rhône. Innerhalb dieser Appellation Côtes du Rhône dürfen 96 Gemeinden ihre Weine - auf Grund der besseren klimatischen und geologischen Voraussetzungen - als Côtes du Rhône Villages deklarieren. Noch besser sind potentiell die 18 Gemeinden, die das Recht haben der Appellation Côtes du Rhône Villages ihren eigen Ortsnamen hinzuzufügen: Z.B. Roaix, Seguret, Sablet etc. ,  Zusammen mit den sogenannten 9 Spitzenlagen des Südens (Crus) - Châteuneuf-du-Pape, Gigondas, Vacqueyras, Rasteau, Cairanne, Lirac, Tavel, Beaumeas-de-Venise, Vinsobres  - findet man dort die besten Anbaubedingungen, die qualitative Spitze aber auch in der Breite die besten Weine. Was aber nicht bedeutet, dass es nicht auch in den anderen Gebieten hervorragende Winzer und Weine gibt. Ergänzt werden muß noch, dass die Regeln durchgängig sowohl für für Weiß-, Rosé- und Rotwein gelten; Ausnahmen: Châteauneuf-du-Pape kein Rosé und Tavel nur Rosé und dass es noch 2 Appellation für Süßweine gibt, für den weißen VDN Muscat de Beaumes de Venise und den roten VDN Rasteaux doux.
Besitzer der Domaine des EscaravaillesDomaine des Escaravailles

 

Gilles Ferran und sein Vater, die Besitzer der Domaine des Escaravailles, sind Provenzalen und das mit ganzem Stolz. Escaravailles ist provenzalisch und steht für Skarabäus (franz. scarabée). Doch so spannend die Herkunft des Namens ist, noch viel spannender sind die Weine.

 

 

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Domaine Castan

 

Ein junger, sehr talentierter und sorgfältig arbeitender Winzer auf der rechten Rhôneseite, dessen Domaine unweit des Pont du Gard liegt. Die Weine wachsen auf dem alten Ablagerungsbett der Rhône, auf sandigen, mit großen Kieselsteinen (Galets) durchsetzten Böden, die häufig auch noch bedeckt werden von einer mehr oder weniger dicken Kieselschicht.

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Domaine Delubac

 

Bruno und Vincent sind heute verantwortlich für die Domaine in Cairanne mit 28 ha Rebbesitz, die seit 4 Generationen von der Familie bewirtschaftet werden. Die Rebstöcke sind bis zu 100 Jahre alt. Bruno - Jazzfan und Mitorganisator der Veranstaltungen des örtlichen Jazzclubs – verantwortet die Arbeit im Weinberg: Mechanische Bodenbearbeitung, keine Anwendung von Insektiziden, Herbiziden oder sonstigen systemischen Mitteln.

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DDomaine des Escaravaillesomaine des Escaravailles

 

Escaravailles ist das provenzialische Wort für Skarabäus. Diesen Beinamen gaben die Bewohner den Ordensbrüdern des Schwarzen Büßerordens, die im 16./17. Jahrhundert Besitzer der Weinberge waren. Seit drei Generationen gehört die Domaine der Familie Ferran, seit 1953 in der heutigen Form. Die Domaine umfasst heute 300 ha, von denen jedoch nur ein Teil unter Reben steht und auch davon nur ein Teil selbst abgefüllt wird.


Die Weinberge werden traditionell bearbeitet und höchstens organisch gedüngt. Die Erträge sind niedrig, die Weinlese erfolgt – bis auf wenige Ausnahmen – per Hand mit anschließender nochmaliger Auslese unreifer oder kranker Trauben. Der Ausbau erfolgt in Edelstahl-tanks und zum Teil in großen Holz-fässern, ein kleiner Teil in Barriques. In den letzten beiden Jahren sind diese Weine  zunehmend in das Blickfeld der Weinjournalisten gerückt und haben ausgezeichnete Bewertungen erhalten (z.B. bei Robert Parker 90-93 Punkte). Trotzdem sind die Preise bisher vernünftig geblieben.

Domaine de Durban

 

Die Domaine de Durban wir erstmals 1159 urkundlich erwähnt. Seit dieser Zeit wird - zumindest auch - Wein angebaut. Dies liegt an der besonderen Lage hoch über Beaumes-de-Venise in den Dentelles de Montmirail mit Ton-/Kalkböden mit einem hohen Anteil an maritimem Gestein. Die geschützte Lage bringt es mit sich, daß die Weine von Durban immer sehr ausgeglichen sind.

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Domaine La Roubine


Etwas mehr als 11 ha werden von dem jungen Paar Eric Ughetto und Sophie Boulet bewirtschaftet: 5 ha Gigondas (davon 3 ha in bester Hanglage), 5 ha Vacqueyras und der Rest teilt sich in die Côtes du Rhône Villages Weinberge von Seguret und Sablet auf. Alles in allem werden nicht mehr als 50 – 60.000 Flaschen pro Jahrgang produziert.

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Frédéric  und Francois Alary Domaine de l'Oratoire Saint MartinDomaine de l'Oratoire Saint Martin

 

Die Familie Alary läßt sich 10 Generationen zurückverfolgen, bis ins Jahr 1692 – und sie hat fast immer Weinbau betrieben, auch wenn im letzten Jahrhundert (bis zur Erfindung des Nylons) die Seidenraupenzucht oder der Anbau von Garance (Färberröte) zum Färben der Uniformen der französischen Armee wirtschaftlich eine wesentlich größere Bedeutung hatten. Heute bewirtschaften Frédéric und François 25 ha auf den Hängen von Saint Martin, die auch der Domaine ihren Namen gegeben haben.

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Domaine de Saint-Préfèrt von Isabel Ferrando

 

Der Apotheker Fernand Serre aus dem nahegelegenen Avignon hatte einen geheimen Wunsch: Er wollte Winzer werden. Als er entdeckte dass ein Gemeindeteil im Süden von Châteauneuf-du-Pape seinen Namen trug, kaufte er dort 1920 80 ha Weinberge, baute ein Wohnhaus und die Kelleranlagen mitten in die Weinberge und gründete die Domaine de Saint Préfèrt.

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Château Valcombe AOC Ventoux

 

23 Hektar umfaßt das Weingut Valcombe in Saint Pierre de Vassols direkt am Fuß des Mont Ventoux. Das Schloß gehört nicht zur Domaine. Dort lebte bis zu seinem Tod im Jahr 2010 der deutsche Maler, Bildhauer und Grafiker Paul Wunderlich mit seiner Frau, der Fotographin Karin Székessy. Die Cuvée "La Sereine" 2010 trägt deshalb auch zu seinem Andenken den Namen des Malers.

 

Das Weingut wurde 2008/2009 von Luc Guénard und seiner Frau Cendrine gekauft. Es liegt in dem Gebiet des Ventoux-Anbaugebietes, in dem die Mehrzahl der guten Produzenten angesiedelt sind und das man mit Fug und Recht als Zentrum des Qualitätsweinbaus im Ventoux bezeichnen kann. Bei Valcombe kommen noch einige Besonderheiten hinzu: Die Rebstöcke erreichen ein Durchschnittsalter von mehr als 50 Jahren. Dies führt bei geringen Erträgen zu sehr konzentrierten Weinen. Ein Großteil der Weinberge liegt völlig atypisch in leichter Nordausrichtung. Zusammen mit den kühlen Winden, die nachts durch das Valcombe (etwa: Graben, Talsenke) streichen oder fegen trägt dies dazu bei, daß auf Grund der Temperaturunterschiede differenzierte Aromen in den Trauben entstehen. Der völlige Verzicht auf Herbizide und Pestizide, Nachtlese, um die Trauben möglichst kühl zu verarbeiten und eine Weinbereitung mit möglichst geringen Eingriffen tun ein Übriges für die hohe Qualität.


Dabei handelt es sich bei Luc und Cendrine um Quereinsteiger, aber das merkt man ihren ersten Weinen überhaupt nicht an und wir können sicher noch die eine oder andere Überraschung erwarten.


Auf der Domaine werden etwas Weiß- und Roséwein produziert und - aus alten Carignan-Rebstöcken - eine interessante rote Spaß-Cuvée für den Eigenbedarf und gute Freunde. Hauptproduktion sind die beiden Rotwein-Cuvées "L'Epicure" und "La Sereine". Die erste Cuvée besteht klassisch aus Grenache (69%9, Carignan (25%) und Syrah (15%) von der 2009 30.000 und 2010 60.000 Flaschen abgefüllt wurden. Weine die eine sehr schöne kräftige Farbe haben und einen würzigen Duft besitzen. Der 2009 ist schon etwas entwickelter und überzeugt durch Kraft, Aroma und Länge. Der Jahrgang 2010 ist momentan noch etwas verschlossener, verspricht jedoch sehr ausgeglichen zu werden und besitzt neben seiner Aromafülle sehr viel Eleganz und Finesse.


Etwas Besonderes ist die Cuvée "La Sereine". Ein Wein ausschließlich aus Syrah und zwar der seltenen kleinbeerigen Sorte "La Sérine", die sonst nur an der nördlichen Rhone (Côte Rôtie, Hermitage) angebaut wird. Und an diese großen Weine wird man beim Probieren auch erinnert: Strukturiert, aromatisch mit einem langen Finale und sehr viel Finesse, die den kühlen Nachtwinden des Mont Ventoux geschuldet ist. Ein ganz großer Weine, leider aber nur sehr limitiert, da insgesamt nur ca. 3.000 Flaschen produziert werden.

 

 

 

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