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Meine Philosophie

 

Philosophie ist für das, was hier steht, vielleicht ein großes Wort. Aber es geht schon darum die Dinge des Lebens, wie Essen und Trinken, nicht nur zu genießen, sondern zu begreifen wie und wodurch Qualität oder Harmonie entsteht. Also durchaus ein, wenn auch kleiner, philosophischer Aspekt.

 

Seit mehr als 35 Jahren bin ich in Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich auf der Suche nach guten Weinen. Dabei habe und hatte ich zu Frankreich immer eine ganz besondere Beziehung. Zuerst habe ich nur für den Eigenbedarf gesucht, dann auch für gute Freunde und Bekannte und dann bis Ende 2017 14 Jahre lang professionell als Weinimporteur und Weinhändler. Dabei ging es mir immer um qualitativ gute, ehrlich gemachte Weine, die nicht alle technischen und inzwischen auch rechtlich abgesegneten Manipulationsmöglichkeiten nutzen, sondern die typisch für eine Region sind. Die Franzosen umschreiben dies mit dem Begriff „Terroirweine“, im Gegensatz zu "gemachten" Weinen. Viele der Winzer, die wir auf diesem Weg trafen, sind gute Freunde geworden.

 

Zurück zu meiner besonderen Beziehung zu Frankreich: Sehr früh hat mich die französische Idee der Harmonie von Essen und Wein fasziniert. Zusammen mit Produkten, deren Herkunft und Beschaffenheit genau festgelegt sind (AOC) ergibt dies eine bestimmte Sicht auf Essen und Trinken. Nicht der (billige) Preis ist das Primäre, sondern der Geschmack und die Qualität der Produkte. Um dies würdigen zu können, erfordert ein solcher Ansatz Wissen und Bildung: Wissen über die Herkunft, Herstellung & Charakteristik von Produkten aber auch eine Erziehung des Geschmacks, um die Qualität beurteilen zu können. Wichtig ist mir, dass es sich dabei nicht in erster Linie um Luxusprodukte wie Caviar, Trüffel oder Hummer  dreht, sondern um gute Produkte des täglichen Lebens, wie Kartoffeln, Blutwurscht oder Schweinefleisch. Meine große Leidenschaft - das Kochen - könnte man als den Leistungskurs in Sachen Geschmack bezeichnen.

 

Zu Wein und Essen kommt das Reisen als dritter Schwerpunkt. Schon Old Fack ju Göthe erkannte, dass Reisen "berichtigt, belehrt und bildet". Und so reise ich: Eher keine oder wenige Fernreisen, eher ausschließlich in die Weingebiete der alten Welt, zu den Zwiebelfeldern der Cevennen, den Sardellengründen von Collioure oder ins Linsenanbaugebiet der Schwäbischen Alb. Und ich habe für mich festgestellt, dass ich mehr von der Architektur eines romanischen Klosters in der Provence verstehe, als von der eines buddhistischen Tempels in Bangkok, abgesehen davon, dass auch mein lediglich rudimentäres Italienisch wesentlich besser ist, als mein Thai (ภาษาไทย).

 

Aus all dem entstehen dann die Beiträge, in der Hoffnung, dass sie auf Ihr Interesse stoßen.

 

 

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