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Dinkelsbühl - Mittelalter pur


Es ist schon erstaunlich, dass mit Nördlingen und Dinkelsbühl zwei Städte in unmittelbarer Nachbarschaft, den Zerstörungen des 30-jährigen Kriegs entgangen sind. Aber auch die Kriege der Folgezeit haben ihnen glücklicherweise nicht viel anhaben können.

 

Da war es schon mehr der Zahn der Zeit, dem man sich entgegenstemmen musste, dies aber auch erfolgreich getan hat. Uns so sind sie heute zwei wunderbare Beispiele für mittelalterliche Städte in Deutschland.


Gelegen an der Romantischen Straße, die von Würzburg nach Augsburg führt und eine ganze Reihe mittelalterlicher Städte miteinander verbindet, war Dinkelsbühl vermutlich um 730 karolingischer Königssitz. Die erste Stadtanlage der Staufer stammt von 1130 und umfaßt heute die sog. innere Altstadt. Die strategisch und wirtschaftlich günstige Lage führte zu einer Blütezeit im 14. und 15. Jahrhunderts, die zum Bau einer ganzen Reihe von Vorstädten außerhalb der Stadtmauer führte. Sie wurden 1372 ebenfalls mit einer Stadtmauer geschützt. Damit erhielt Dinkelsbühl Altstadt ihre heutige Gestalt. Man erkennt die verschiedenen Bauepochen an den Häuserbreiten der Häuserfronten der sogenannten Hofstätten. Diese misst am Marktplatz etwa 15 m, im weiteren Bereich der Kernstadt 12,5 m und in den Vorstädten 10 m oder weniger.


Die Nichtzerstörung im 30-jährigen Krieg ist umso verwunderlicher, als Dinkelsbühl achtmal besetzt wurde. Bei einer der Besetzungen durch die Schweden, soll es ein Kindermädchen mit einer Horde von Kindern geschafft haben, die Schweden von einer Zerstörung abzubringen. Zu Ehren dieser Tat, wird seit dem 19. Jahrhundert bis in unsere Tage die "Kinderzeche" als historisches Heimatfest gefeiert. Sehr sehenswert auch das Zeughaus der Kinderzeche.


Wer in Dinkelsbühl übernachten will, der sollte rechtzeitig ein Zimmer sehr schönen, sorgfältig restaurierten und innen modernisierten historischen Hotel Hezelhof mitten in der Altstadt buchen. >>>>www.hezelhof.com


Und noch ein kulinarischer Hinweis: Karpfen gehört durchaus zu den regionalen Spezialitäten und man findet neben anderen Zubereitungen immer wieder Karpfenschnitzel auf den Speisekarten. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein (paniertes) Fischfilet, sondern um einen grob entgräteten Karpfen, der in einem sehr scharfen "Häcksler" sehr fein gehackt und dann geformt und ausgebacken wird. Die Wirtin war gar nicht glücklich, dass uns dies der Einheimische erzählte, der bei uns am Tisch saß. Sie bestätigte dies aber später selbst. Unsere Recherchen brachten keine weiteren Ergebnisse.

© für Inhalte und Bilder bei arbovin erhard arbogast.

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