Purpurspargel

 

Vater oder Mutter aller Spargel ist der grüne Spargel. Erst im 19. Jahrhundert entdeckte man, dass er weiß bleibt, wenn man ihn sticht bevor er das Tageslicht erblickt. In Frankreich war daneben schon immer auch der violette Spargel beliebt, der geerntet wird, wenn die Spitzen durch die Erde kommen und etwas Licht abbekommen.

 

In Ligurien gab es seit ca. 200 Jahren einen Spargel, der keine grüne, sondern eher eine violette Farbe aufwies. Diese Spezialität wurde  so gezüchtet, dass heute ein Spargel angeboten wird, der eine tiefpurpurne Farbe hat. Inzwischen wird er auch bei uns angebaut. Der Spargel- und Kartoffelhof Wenger beispielsweise hat ihn neben den traditionellen Sorten im Angebot. Er wächst, wenn auch in viel geringeren Mengen, sehr gut auf den sandigen, wasserdurchlässigen Böden um Schrobenhausen, eines der bekanntesten und besten Spargelanbaugebiete Deutschlands.

 

 

Er wird auch Rohkostspargel genannt, weil er - im Gegensatz zu seinen grünen und weißen Verwandten - auch roh in Salaten etc. gegessen werden kann. Er ist sehr knackig, muss nicht geschält werden, lediglich das harte Ende muss man entfernen. Beim Garen verändert sich allerdings seine Farbe in ein dunkles grün-violett. Während grüner und weißer Spargel ähnlich schmecken, hat der Purpurspargel einen kräftigeren. "gemüsigeren" Geschmack, der nicht unmittelbar an das bekannte Spargelaroma erinnert. >>>>mehr zu Spargel und zu einigen Rezepten (alle Spargelrezepte >Linke Menüspalte >Suche  >Suchen Spargel.

 

 

Der Spargel- und Kartoffelhof Wenger in Schrobenhausen-Ried bietet in der Spargelzeit von Ende April bis Mitte Juni (der letzte Spargel wird traditionell an "Josephi", dem 26. Juni gestochen) übrigens auch Führungen an - sehr interessant und lehrreich. neben der Ernte, sieht man den frisch geernteten noch schmutzigen Spargel, die "Spargelwaschmaschine", das Schockbad, in dem der Spargel auf ca. 2° gekühlt wird, damit er frisch bleibt und seinen Geschmack behält, die Konfektionierung und die abschließende Lagerung im Kühlhaus. Und man kann natürlich wunderbar frischen Spargel vor Ort kaufen und ihn mit der Spargelschälmaschine auch gleich schälen lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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