Cairanne

 

Im Moment gibt es ziemliche viele Veränderungen an der südlichen Rhône. Nachdem Beaumes-de-Venise 2005, Vinsobres 2007 und Rasteau 2010  in die oberste Ebene der Qualitätshierarchie aufgestiegen sind und zu den Crus der Rhôneweine zählt, spielt auch Cairanne ab dem Jahrgang 2015 in der obersten Liga.

 

Eigentlich war dieser Schritt auf Grund der Qualität der Weine schon lange fällig, aber es war dort besonders schwierig, weil ein relativ großer Teil der bisher als Cairanne (CdR Villages) vermarkteten Weine, zukünftig nur noch als Côtes du Rhône bezeichnet werden dürfen. Entsprechend kompliziert war es einen Konsens unter den Winzern zu erreichen. Bemerkenswert ist, daß diese neue Appellation Cairanne Controlée - im Gegensatz zu den zuvor genannten - sowohl für Rot- als auch für Weißweine gilt. Diese Höherstufung wird keine Preisexplosion auslösen, es wird jedoch spürbare Preiserhöhungen geben.

Beispielhaft sind die neuen Regelungen für die Appellation:  Nur die Weine dürfen die neue Bezeichnung "Cairanne" tragen, bei denen auf den Einsatz von Herbiziden verzichtet wurde. Sie müssen manuell geerntet sein (Ausnahme bis 2020 für die Winzer, die in der Vergangenheit maschinell gelesen haben) und der Zusatz von Eichenchips ist verboten. Auch bezüglich der Erträge ist das Reglement vorbildlich: 40 hl als oberer Zielertrag (rendement buteur) und bei Überschreitung von 48 hl muss die gesamte Ernte deklassiert werden.

Die Dichte der guten Winzer in Cairanne ist besonders hoch. Die folgenden möchten wir jedoch besonders hervorheben:

Domaine de l\'Oratoire Saint Martin
Marcel Richaud
Domaine des Escaravailles "Le Ventabren"
Domaine Delubac
Domaine Rabasse-Charavin

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