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Doris Schneider, Julius Kühn-Institut (JKI), Federal Research Centre for Cultivated Plants, Institute for Grapevine Breeding Geilweilerhof - 76833 Siebeldingen, GERMANYGelber Orleans


ist eine sehr alte weiße Rebsorte, die bis zum Ende des 18. Jahrhunderts die am meisten angebaute Rebsorte in Deutschland war, bis sie im 19. Jahrh. durch den Riesling ersetzt wurde.

 

 


Der Legende nach wurde sie von Karl dem Großen aus dem Loiretal an den Rüdesheimer Berg gebracht - wo er einen Weinberg besaß. Sie galt als ausgestorben, bis der renommierte Rebexperte Helmut Becker von der Hochschule in Geisenheim sie in den 1980er-Jahren im Rüdesheim Berg wiederentdeckte. Anfang der 90er beteiligte sich zunächst das Weingut Knipser in der Pfalz und wenig später das Weingut Georg Breuer an den Zuchtbemühungen und bauten jeweils einige 100 Rebstöcke vom Gelben Orleans an. Dazu sind inzwischen noch einige wenige Weingüter hinzugekommen, aber immer noch machen diese beiden Weingüter die besten Weine aus dieser Rebsorte. Dabei fallen die Breuer-Weine meist etwas cremiger, milder aus, als die langlebigen Orleans-Weine aus dem Weingut Knipser, die mit einem sehr feinen Duft nach gelben Früchten, einer kräftigen Säure, aber auch sehr viel Kraft überzeugen.

 

Bei einer vergleichenden Probe der Weinzeitschrift Falstaff erhielten die Orleans-Weine dieser beiden Weingüter 94 (Breuer) bzw. 93 (Knipser) von 100 möglichen Punkten. Man kann sie eigentlich jedem Weißweinliebhaber, der gerne säurebetonte Weine trinkt, nur ans Herz (oder auf die Zunge) legen.

© für Inhalte und Bilder bei arbovin erhard arbogast.

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