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Gewußt?

Frentsch & Hutsch

 

Haben Sie eine Ahnung wer oder was das ist?


Sie dachten vermutlich, dies seien die Nachfolger von Cindy & Bert oder es sei der 2. Teil des Films  "Scott & Huutsch" in der synchronisierten Fassung. Weit gefehlt! Man muss es auch nicht wissen, aber es ist durchaus interessant

Aus dem alten Testament kennt man bereits die Abgabe des Zehnten, zur Finanzierung der Kirche und ihrer Aufgaben. Diese Übung wurde in unterschiedlichen Formen im Islam und auch im Christentum beibehalten. Und dies bis in die heutige Zeit (Kirchensteuer). Dies weiß man, aber was man nicht weiß ist, daß es auch Spezialabgaben für bestimmte Erträge gab:


- Holzzehnt (auf geschlagenes Holz)
- Blut- oder Fleischzehnt (auf geschlachtete Tiere)
- Heuzehnt (auf gemähtes Gras) etc.

Heute: Hotel & Restaurant mit eigenem WeingutAuch auf Wein gab es einen solchen Zehnt. Davon zeugen die vielen Zehntkeller in den Weingebieten. Nachdem Fürsten und Pfaffen aber nur guten Wein trinken wollten, verlangten sie auch nur Zehnt vom Guten. Diese Weine aus bestimmten ausgesuchten Rebsorten wurden "Frentsch" genannt. "Hutsch" bezeichnete dagegen die Weine aus minderwertigeren Rebsorten wie z.B. Elbling oder Tauberschwarz. Sie waren vom Zehnt ausgenommen. So trug diese Art der Besteuerung einerseits zur Entwicklung des Qualitätsweinbaus bei, andererseits entzogen sich die Weinbauern der Abgabe durch Anbau von "Hutsch". Ein - im Gegensatz zu vielen heutigen Modellen - durchaus legaler Weg, steuerliche Belastungen zu minimieren.

Daß manche Rebsorten, die damals als minderwertig angesehen wurden, auch heute noch existieren, hat wohl auch damit zu tun, daß sie sehr lange den Haustrunk der Weinbauern darstellten. Und wer heute einen Tauberschwarz von Jürgen Hofmann oder Elbling-Sekte und Weine von der Obermosel trinkt wird dies nicht bedauern.

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