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Reblochon

 

Dieser Käse aus Savoyen ist nicht nur sehr gut, er ist auch mit einer schönen Geschichte verbunden. "Reblocher" bedeutete im 16. Jahrhundert in Savoyen soviel wie "ein zweites Mal melken". Und daher hat der Käse seinen Namen.

Seit der Renaissance wurden die Bauern von den Verpächtern - meist Klöster - nach der abgegebenen Milchmenge bzw. den daraus gefertigten Käselaiben bezahlt. Die Bauern wirtschafteten jedoch in die eigene Tasche, indem sie einen Rest Milch im Euter der Kühe ließen. Wenn der Kontrolleur weg war, wurde nachgemolken und die Pächter machten daraus ihren eigenen Käse. Dieser war besonders gut, da zwar die Milchmenge klein war, aber mit einem höheren Fettgehalt. 

 

Seit 1958 hat Reblochon eine geschützte Ursprungsbezeichnung, die EU-weit gilt (AOP). Der beste Reblochon ist heute nicht der schwarz gemolkene, sondern der "Fermier", der Bauern-Reblochon aus nicht-pasteurisierter Milch. Er ist mild, sehr cremig, mit einem feinen säuerlichen Milcharoma und Anklängen an Nüsse. Die beste Zeit ist, wenn er aus der Almmilch bereitet wird - also in der Zeit von Juli - Oktober. Und aus diesem Käse wird ein berühmtes, traditionelles savoyardisches Gericht zubereitet- das Tartiflette - noch so ein kleiner Betrug oder ein "Fake" wie man heute sagt.

© für Inhalte und Bilder bei arbovin erhard arbogast.

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