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Nîmes - Musée de la Romanité


Bei Straßenbauarbeiten im Zentrum von Nîmes wurde 2006/07 eine römische Villa mit 2 außergewöhnlich schönen und gut erhaltenen Mosaiken gefunden, vergleichbar in ihrer Qualität nur mit denen von Pompeji. In dieser Zeit entstand die Idee, die reichen römischen Funde von Nîmes in einem würdigen Rahmen zu präsentieren.

 

 

 

(C) Door Finoskov - Eigen werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=76169546Aus den vielen eingereichten Entwürfen wurden 2011 von der Jury drei vorausgewählt. Den Zuschlag erhielt 1 Jahr später das Architekturbüro von Elisabeth de Portzamparc, die auch den Auftrag der inhaltlichen Gestaltung einschließlich des Mobiliars erhielt.

Im Juni 2018 wurde das Museum eröffnet und erhielt sowohl für seine archtiktonische und städtebauliche Gestaltung, als auch für die inhaltliche Ausgestaltung des Museums viel Lob. Ausgestellt werden in der permanenten Austellung 5.000 Exponate, das sind rund 20% des Bestands, darunter eine ganze Reihe außergewöhnlicher Mosaiken. Hervorzuheben sind die Außenanlagen mit einem Garten, der die Pflanzenwelt der Region von Nîmes im Wandel der Jahrtausende zeigt und angelegt ist um Teile der alten Stadtmauer. Der Dachgarten bietet einen phantastischen Ausblick auf die Arena und die gesamte Stadt. Das Museum wird - im wahrsten Sinne des Wortes - eingekleidet durch eine wellenförmige Fassade aus mehreren tausend grünlicher Glasplatten, die im Abendlicht durchaus silbern oder golden schimmern können. Sie sind nicht zufällig mit dem Faltenwurf einer Toga verglichen worden. Und dieser Faltenwurf reist immer wieder auf und bietet außergewöhnliche Ausblicke auf die Arena.

Frankreich wäre nicht Frankreich, wenn nicht auch für eine adäquate Gastronomie gesorgt wäre. Neben dem Café im EG, findet man im 2. Stock das Restaurant "Le 2", für dessen saisonale Karte ein Zweisterne-Koch zeichnet, unterstützt immer wieder durch einen internationalen Gastkoch. Den Gast erwartet eine interessante Bistrot-Karte mit regionalen Lebensmitteln und einer guten Auswahl an offenen Weinen. Auch preislich sehr vernünftig. Und wenn man dann auf der Terrasse sitzt, hinter der leichten Konstruktion der Glasfassade des Museums, die sich im Terassenbereich zur Arena öffnet, dann kann man trefflich über diese Römer nachdenken, die vor 2.000 Jahren nicht nur die halbe bekannte Welt beherrscht haben, sondern auch Kunst- und Bauwerke geschaffen haben, die noch heute begeistern. Darüber sollte man aber nicht vergessen, auf das vorzügliche Essen zu achten und die kleinen Schlucke des weißen, rosa oder roten Costières de Nîmes genießen. Es gibt einfach schöne Plätze.

 

 

 

 

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