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Bauernhöfe in der Bresse


Die fermes bressanes sind alte Fachwerkhäuser, die seit dem Ende des 15. Jahrhunderts gebaut wurden. Erhalten sind aber leider nur wenige, meist aus dem 17./18. Jahrhundert, weil die Ausfachungen der Fachwerke aus Weidengeflecht und Lehm einen hohen Erhaltungsaufwand erfordern.


Dennoch gibt es sehr schöne Beispiele. Den am aufwendigsten restaurierten und eingerichteten Bauernhof kann man auf der Domaine des Saveurs - Les Planons besichtigen. Er ist zugleich einer der größten erhaltenen Höfe und wurde vollständig und originalgetreu eingerichtet. Dabei half das vollständige Inventarverzeichnis eines verstorbenen Pächters aus dem Jahr 1784. Der Hof besaß 22 ha Land ("für 22 gehörnte Tiere"). Dies war für die damaligen Zeit sehr viel, lag die durchschnittliche Hofgröße doch nur bei 5-6 ha. Die Domaine ist auch deshalb sehenswert, weil sie über umfangreiche Außenanlagen verfügt (Garten, Teich etc.) und ihr eine Bressehuhn-Zucht angegliedert ist. Interessant auch das moderne Museum mit Sonderausstellungen.

 



Manche der kleineren Bauernhöfe kann man kostenlos besichtigen. Besonders schön ist die Ferme de la Forêt, ein kleiner Hof mit Nebengebäude. Schön auch die Ferme de Sougey (wiird gerade - 2021 - restauriert), die beide für Ihre "Sarrazenen-Kamine" berühmt sind.  Diese merkwürdigen, aufwändigen Kamine, fast alle mit einem Kreuz an der Spitze, haben nichts mit den Mauren zu tun, obwohl sie z.T. minarett- oder glockenturmähnliche Formen mit Verzierungen aufweisen Man geht davon aus, dass sie im 18. Jahrhundert bereits so alt  und aus der "Mode" waren, dass man sie als fremdartig empfand und sie als "sarrazenisch" bezeichnete.

 

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